SRTMiniServer: Überblick über die April-Updates
Die Versionen 2.6.4 und 2.6.5 verbessern Caller-Presets, das Rückvideo in TalkBackManager und die Alltagsstabilität des Servers.

Im April 2026 sind zwei kleinere Updates von SRTMiniServer erschienen - die Versionen 2.6.4 und 2.6.5. Wir haben die Besprechung dieser Releases in einem Artikel zusammengefasst. Darin verbessern wir weiter die Bedienung von Videosignalquellen, erweitern Verbindungsszenarien und erhöhen die Stabilität des Servers im Alltag.
1. Verbesserungen am Caller
Viele unserer Nutzer verwenden SRTMiniServer nicht nur im Listener-Modus, sondern auch im Caller-Modus. In diesem Szenario initiiert der Server selbst Verbindungen zu Videosignalquellen - etwa zu Medienservern - und empfängt von ihnen Inhalte zur Weitergabe in die Sendekette.
SRTMiniServer kann sich nicht nur mit SRT-Quellen verbinden. Der Anrufdialog unterstützt auch Verbindungen zu RTMP-, HLS- und RTSP-Quellen und ist damit ein praktischer Einstiegspunkt für unterschiedliche Stream-Typen und Produktionsaufgaben.
Bei einer Reihe unserer Kunden ist der Pool solcher Quellen recht groß, und im Betrieb müssen sie regelmäßig zwischen ihnen wechseln - sich einmal mit der einen Quelle verbinden, dann mit einer anderen. Aus diesem Bedarf entstand ganz natürlich die Idee eines Adressbuchs über Presets. Im Anrufdialog lässt sich jetzt eine fertige Verbindungskonfiguration im Voraus speichern und bei Bedarf schnell wieder aufrufen, ohne die Parameter jedes Mal neu einzugeben.

Dieselbe Funktion haben wir auch in der Webversion der Verwaltungsoberfläche umgesetzt, damit gespeicherte Presets sowohl aus der Desktop-Anwendung als auch bei der Remote-Arbeit mit dem Server im Browser gleich komfortabel nutzbar sind.

2. Verbesserungen am TalkBackManager

Unsere Kunden nutzen TalkBackManager aktiv, um die Kommunikation mit Reportern im Feld zu organisieren. Ursprünglich war TalkBackManager nur für die bidirektionale Audioverbindung gedacht - damit ein Regisseur oder Produzent einem Korrespondenten vor Ort Kommentare geben kann.
In früheren Versionen war es bereits möglich, Video über den Rückkanal zu senden, aber nur unter der Bedingung, dass Video und Audio ursprünglich in einem einzigen Signal ankamen - also gemeinsam in SDI oder NDI gekapselt waren. Stammten Video und Audio aus unterschiedlichen Quellen, ließen sie sich nicht zu einem Rücksignal kombinieren.

In diesem Release haben wir die Möglichkeit ergänzt, eine Videoquelle flexibler auszuwählen. Das ist besonders nützlich in zusammengesetzten Konfigurationen: zum Beispiel, wenn das Video von einer Webcam kommt und das Audio von einem virtuellen Dante-Gerät. Nach der Auswahl der Audioquelle lässt sich jetzt zusätzlich festlegen, welche Videoquelle für das Rückvideosignal verwendet wird.